Wort & Bühne

Fr
23.04.2021

19.30 Uhr
Einlass 19 Uhr
Club

Programm und Tickets unter www.leseclubfestival.com

 

Obacht, das Buch trägt einen langen Titel: Die Palmen am Strand von Acapulco, sie nicken: Eine endlose Geschichte vom Tod in einer fremden Welt. Hinter diesem langen Titel stecken elf mal kürzere, mal längere Erzählungen, die vor allem eins eint: es ist irgendwie weird, seltsam. Es tauchen auf: unverlässliche Erzählerinnen, Schneekugel gewordene Vergewaltiger, Zombies, ein Kindstod, einsame Frauen, Monster, Weissagungen und viele doppelte Böden. Charlotte Krafft hat eine Liebeserklärung ans Erzählen, Fabulieren, Erfinden, in Gedanken Reisen entworfen. Und ja, dieses Buch hat gleich zwei Titel – entliehen von zwei der Geschichten, die im Buch abgedruckt sind. Das Buch ist gewissermaßen in zwei Erzählzyklen geteilt, einer beginnt mit der Vorderseite und einer mit der Rückseite des Buches – ob man nun vorne oder hinten beginnt, nun, das ist jeder/ jedem selbst überlassen. Genauso wie uns dieser Erzählband die Möglichkeit gibt, mit den Erzählerinnen an weit entfernte, fremde Orte zu reisen, zeigt er uns auch auf, wie frustrierend Existenz sein kann, wenn man sich gefangen im eigenen Egozentrismus wiederfindet.


Endlich mal auf einer Party sein, auf der alle dasselbe Buch gelesen haben? Das Leseclubfestival macht’s möglich: Man sucht sich einfach einen Titel aus dem Line-up aktueller Neuerscheinungen und besorgt sich das entsprechende Ticket. Das Buch kommt anschließend per Post nach Hause. Dann ist Zeit zum Lesen, um sich am Festivaltag mit Autor:in und maximal 19 anderen (mit ausreichend Abstand) zu treffen und über die Lektüreerfahrung zu sprechen. In lockerer Atmosphäre, auf Augenhöhe, samt Tiefgangspotential. Durch den Abend führen Moderator:innen, die ihr Handwerk verstehen. Das Ganze findet am Welttag des Buches, dem 23.04.2021, mit insgesamt 50 Autor:innen, 50 Büchern und in über 10 Städten statt. Das Leseclubfestival ist damit wahrscheinlich weltweit das größte Event seiner Art.

»Das Leseclubfestival ist in diesen Zeiten wichtige Autor:innen-, Lese- und Diskursförderung. Die Kopplung von hierarchielosem Gespräch zwischen Publikum und Autor:in über gemein-schaftlich rezipierten Text eröffnet Raum für alle positiven Wirkkräfte, die die Literatur bereit-hält, und ist zugleich unter Pandemiebedingungen umsetzbar: Man kann jetzt, im Lockdown, ein gutes Buch lesen und sich nach Ostern direkt über die Lektüreerfahrungen austauschen, wenn vieles andere noch nicht wieder möglich sein wird.«, sagt Festivalinitiator Dorian Steinhoff.

Nachdem das Leseclubfestival im vergangenen Jahr erfolgreich Premiere in Köln feierte, kommen in diesem Jahr die Städte Berlin, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Göttingen, Leipzig, Rostock und Stuttgart sowie verschiedene Orte der Metropole Ruhr hinzu.

Kooperationen bestehen unter anderem mit dem Literarischen Colloquium Berlin und den Lite-raturhäusern in Frankfurt und Stuttgart, die vor Ort die Umsetzung der Veranstaltungen in eigenen Räumlichkeiten sowie in Buchhandlungen, Galerien, Agenturen und Co-Working-Spaces verantworten. Alle Festivalorte bieten je nach Corona-Lage auch mit Hygienekonzept und Sicherheitsmaßnahmen Raum für maximal 20 Teilnehmende. Die Gesundheit aller Mitwir-kenden steht hierbei jederzeit im Fokus.


www.leseclubfestival.com

Veranstalter*innen: Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit Literarisches Colloquium Berlin, Lettrétage Berlin, Literaturhaus Bonn, Literatur JETZT! Dresdner Festival zeitgenössi-scher Literatur, zakk – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation Düsseldorf, Literaturbüro NRW, Litera-turhaus Frankfurt am Main, Literarisches Zentrum Göttingen, Sächsischer Literaturrat, Literarischer Herbst – Leipziger Festival für Literatur, Literaturhaus Rostock, Literaturbüro Ruhr / wir sind literaturgebiet.ruhr, Litera-turhaus Stuttgart.