Special

Mo
30.08.2021

20 Uhr
Einlass 1 Uhr
nicht im zakk

Eintritt frei
Ort: Vier Linden Biergarten

Für eine Welt ohne Hass: Seit mehreren Jahren macht Irmela Mensah-Schramm vor, was Zivilcourage ist und wie sich jeder von uns engagieren kann. Irmela Mensah-Schramm ist „The Hate Destroyer“. Sie zieht durch die Straßen der Republik und entfernt rechte und homophobe Graffiti und Sticker. Dabei gibt die Rentnerin im Monat rund 300 Euro ihrer Rente für Farbe und Putzmittel aus.

Gibt man in einschlägigen Suchmaschinen den Namen Irmela Mensah-Schramm ein, wird man förmlich erschlagen von Texten, Bildern, Videos - Medienveröffentlichungen aller Art. Erschlagen ist im besten Sinn gemeint, denn die 1945 in Stuttgart geborene Aktivistin für Menschenrechte und ehemalige Erzieherin und Heilpädagogin an einer Berliner Schule für geistig Behinderte ist seit 1986 keine Unbekannte mehr. In Berlin begann sie mit der Dokumentation und Entfernung von rassistischen und antisemitischen Aufklebern und Graffiti.
Sie schreibt bisher eine bewegte und nicht minder interessante Lebensgeschichte und ein Ende ist nicht abzusehen.
Nach dem Mauerfall weitete sie ihren Aktionsradius auf andere Bundesländer und Europa aus.
Niemals geht sie ohne eine Tasche mit Fotoapparat, Bürsten, Pinseln, Lösungsmitteln und Farbe außer Haus. Nach einem Unfall im Winter 2009/10 machte sie sich bei Schnee und Glätte selbst auf Krücken auf den Weg, um Hassschmierereien zu suchen und zu entfernen.
Und auch im Jahr 2019 konnte sie die Füße nicht stillhalten und war wochenlang, zwar unwissentlich aber unter Schmerzen, mit einem gebrochenen Knie unterwegs.
Ihr Engagement und Ihr Herzblut für eine bessere Welt kennt im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen.
Mit weit vielen 100 Ausstellungen und in unzähligen Workshops an Schulen oder in Einrichtungen dokumentiert sie ihre Arbeit. Sie entfernte 1000e Aufkleber und ihr Archiv umfaßt weit über 16.000 Bilddokumente.

Veranstalter*innen: Mahn- und Gedenkstätte der Landeshaupstadt Düsseldorf, VVN BdA & zakk. Mit freundlicher Unterstützung der LAG Soziokultur NRW sowie dem LVR Rheinland