Musik

So
07.10.2018

20 Uhr
Einlass 19 Uhr
Halle

VVK € 21 / AK € 24
zakk Ermäßigung

Damien Jurado stammt aus Seattle, wo er Ende der 1980er Jahre erste Banderfahrungen sammelt. Zu Beginn der 90er Jahre spielt er mit Davin Bazan, der später Pedro The Lion gründet, in der christlich angehauchten Punk-Band Coolidge. Nebenbei nimmt er auch eigene Stücke auf, die er auf Kassetten auf dem eigenen Label Casa Recordings unters Volk bringt.

Das in Seattle ansässige Label Sub Pop nimmt Jurado schließlich unter Vertrag und veröffentlicht 2007 sein Debüt "Water Ave S". Zwei Jahre später erscheint mit "Rehearsals For Departure" sein bekanntestes Werk, dessen Auszüge "Honey Baby" und "Letters And Drawings" es immer wieder ins Radio schaffen.

Der angepoppte, fröhliche Sound trügt, denn Jurado ist ein eher in düsteren, manchmal auch spirituellen Gebieten beheimatet. Seine Texte sind oft hoffnungsarme Kurzgeschichten, die ihm vergleiche mit dem Schriftsteller Raymond Carver einbringen. "Ghost Of David" (1999) geht genau in diese Richtung und sorgt bei den (spärlichen) Fans ebenso für Kopfschütteln wie "I Break Chairs" (2002), das mit Begleitband wesentlich rockiger ausfällt.

2003 kommt Jurado beim Label Secretely Canadian unter, das in den folgenden Jahren einen Großteil seines Outputs veröffentlicht. Zumindest des offiziellen, denn nebenbei veröffentlicht Jurado zahlreiche EPs und Singles, sowohl unter eigenem Namen als auch mit befreundeten Künstlern. So gründet er mit seinem Bruder Drake eine Band namens Hoquiam, deren selbstbetiteltes Debüt 2010 in 500 Exemplaren auf einem Kleinstlabel erscheint.

Mit "Maraqopa" (2012) erreicht Jurado, der hauptberuflich als Vorschullehrer tätig ist, zum ersten Mal eine Platzierung in den Billboard-Charts. 2013 ist er an der Seite Mobys auf "Almost Home" aus dessem Album "Innocents" zu hören.

"Nick Drake hat sicherlich einen großen Einfluss ausgeübt, doch hat Jurado seine Karriere eher an eigenwilligen, unberechenbaren Künstlern wie Neil Young, Bob Dylan, Lou Reed oder Randy Newman ausgerichtet – Songwriter, die ihrer Muse folgen, wohin auch immer sie sie führen mag, und sich dabei weder um Kritiker noch ihre Fans scheren" schreibt der Kritiker Steve Huey über ihn.

Quelle: laut.de

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Veranstalter*innen: zakk